„FEM Brücken Marathons“ – Projektübersicht [Update 9]
Nachfolgend biete ich eine Übersicht über die bereits veranstalteten und die schon ausgeschriebenen bzw. noch geplanten „FEM Brücken Marathons“-Projekte:
BM # 001 (auch LPM # 004) – 24.10.2010 – Wesel: Marathon auf der alten Rheinbrücke von 1953 (B58) – Pendelstrecke, 44mal H/R auf der Strombrücke, die nach Inbetriebnahme der neuen Brücke von 2009 nun ausgedient hat – 7-12 °C, Westwind, wechselhaft mit überwiegend Sonne und einem 10-Minuten-Schauer – 34 Anmeldungen – 34 Finisher (31 M + 3 W) – Sieger: Werner Kamps, Hamminkeln, 3.03.07 h (ewiger CR); Marion Fladda, Dortmund, 4.34.32 h (ewiger CR) – definitiv einmaliger Lauf, da die Brücke ab Herbst 2011 abgerissen wird!!!

BM # 002 (auch LPM # 005) – 05.02.2011 – Itzehoe: Marathon auf der alten Störbrücke von 1967 (B5) – Pendelstrecke, 20mal H/R auf der alten Störbrücke, die danach einem Brückenneubau für die A23 weichen muss – 9 °C, fast durchgehend Nieselregen, Starkwind bzw. Orkan um Windstärke 9-10, in Böen bis 11 – 31 Anmeldungen – 22 Finisher (18 M + 4 W / 3 DEN + 19 GER) – 8 DNS – 1 DNF – Sieger: Thorsten Stohldreier, Marsberg/Hamburg, 3.22.05 h (ewiger CR); Janne Henriksen Andersen, Kolding (DEN), 4.09.22 h (ewiger CR) – definitiv einmaliger Lauf, da die Brücke ab Herbst 2011 abgerissen wird!!!

Geplante Brücken-Marathons:
BM # 003 – vermutlich 22.04.2012 – Grünental / Beldorf: Marathon auf der Grünentaler Hochbrücke (über den Nord-Ostsee-Kanal) von 1986 – in Vorbereitung, positive Stellungnahme des WSA Brunsbüttel liegt vor, Detailabsprachen und Ausschreibung folgen in Kürze.
BM # 004 – vermutlich 05.05.2012 – Hamburg: Marathon auf der Freihafenelbbrücke (über die Norderelbe) von 1926 – in Vorbereitung, Strecke ist vermessen, Ausschreibung folgt in Kürze.
BM # 00x – ??.??.2012 – Hamburg: Marathon auf der Alten Harburger Elbbrücke (über die Südelelbe) von 1899 – angefragt, Strecke ist vermessen, Ausschreibung ist vorbereitet
BM # 00x – ??.02.2012 – Itzehoe: Marathon in der Störbrücke von 2010 – angefragt (wird derzeit von LBV-SH, NL Itzehoe, geprüft)
Wesel – Abriss der Rheinbrücke von 1953 – Fotogalerie vom 08.01.2012
Auf der Heimreise vom 10. LLG Honigkuchen Marathon in Kevelaer am 08.01.2012 machten wir einen kleinen Umweg über Wesel, um uns den aktuellen Stand der Abrissarbeiten der Rheinbrücke von 1953 anzuschauen und ein paar Fotos zu machen.
Auf der alten Rheinbrücke waren wir am 24.10.2010 unseren 4. „Lost Places Marathon“ gelaufen.
Hier ist der (öffentliche) Link zur Fotogalerie:
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.351022441577660.92425.100000097220437&type=1&l=f670825333
Wesel – 'Wind bremst Brücken-Abriss' – RP Online vom 06.12.2011
URL: http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/wesel/nachrichten/wind-bremst-bruecken-abriss-1.2628938
Rheinische Post Online vom 06.12.2011
Wesel
Wind bremst Brücken-Abriss
VON FRITZ SCHUBERT - zuletzt aktualisiert: 06.12.2011
Wesel (RP). Die alte Rheinbrücke wartet auf die Demontage. Bevor eine Hälfte zum Weseler Ufer geschoben werden kann, muss alles sitzen. Vorbereitende Arbeiten sind nur bis Windstärke 5 möglich. Aber die Marke wird oft erreicht.
Schon einige Monate klaffen die getrennten Hälften der alten Weseler Rheinbrücke auseinander. In diesen Tagen bieten sie einen besonders bizarren Anblick: Die nach Wesels weisende Fahrbahn steht 50 bis 70 Zentimeter höher in der Luft als ihr Pendant. Wer auf der Baustelle zu tun hat, braucht einen Brückensteg, um von einem Teil auf den anderen zu gelangen. Hintergrund ist der Einbau von Trägern zwischen der Fahrbahn und dem Brückenpfeiler nahe dem Weseler Ufer. Die roten Elemente, vier Stück an der Zahl, sind vom Radweg der neuen Rheinbrücke aus zu erkennen. Auf diesen Trägern, so Franz-Josef Scheuer vom Landesbetrieb Straßen, soll später der sogenannte Verschub laufen. Ob dies noch in diesem Jahr beginnen kann, hängt vom Wetter ab. Und zwar in erster Linie vom Wind. Der spielte Samstag zum Beispiel nicht mit. Die vorbereitenden Arbeiten mussten gestoppt werden.
"So noch nie gemacht worden"
Bis Windstärke 5 kann an der alten Weseler Rheinbrücke derzeit gearbeitet werden. Die für das Schieben eingebauten Träger müssen ausgerichtet und miteinander verschraubt werden. Das geht nur, wenn die Gesamtkonstruktion gelockert wird, was aber gefahrlos nur bei wenig Wind möglich ist. Es wird viel ausprobiert, aber nichts dem Zufall überlassen. "Wir kommen jetzt an einen Punkt, an dem wir nicht auf Erfahrungswerte zurückgreifen können. Denn ein Abriss, wie wir ihn jetzt vorhaben, ist so noch nie gemacht worden", sagt Franz-Josef Scheuer. Wie mehrfach berichtet, soll die Berufsschifffahrt nicht behindert werden. Deshalb sollen die Brückenhälften jeweils zu den Ufern geschoben und dort demontiert werden. 12,50 Meter lang ist ein Fachwerkfeld, das jeweils zum Verschub ansteht.
Scheuer hofft, noch in diesem Jahr, das erste von sechs auf allein Weseler Seite in Bewegung setzen zu können. Zeitdruck sieht er nicht. "Es liegt kein Verkehr drauf und wir haben keine Termine zu halten", sagt Scheuer. "Wir wollen die Brückenhälften 100-prozentig sicher an Land bringen. Wir möchten bis Ende 2012 fertig werden. Und ich glaube, das schaffen wir auch."
Die Demontage ist mit rund 5,5 Millionen Euro angesetzt. Auftragnehmer ist die Firma Jaeger Umwelt (Bernburg), für die im Augenblick die Firma Weise (Dortmund) den Verschub organisiert. Die Teile des Stahl-Fachwerks müssen später in einer Halle gesandstrahlt werden. Ob die Farbe neben Blei auch Chrom oder weitere Stoffe enthält, die speziell zu entsorgen sind, wird gerade analysiert.
'Abrissarbeiten hoch über der Stör' - shz.de vom 02.12.2011
URL: http://www.shz.de/index.php?id=160&tx_ttnews[tt_news]=2258105&no_cache=1
shz.de (Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag)
Bau der A 23
Abrissarbeiten hoch über der Stör
02. Dezember 2011 | 04:50 Uhr | Von Lars Peter Ehrich
Alte Brücke im Zuge der Autobahn 23 verschwindet - sie macht Platz für den zweiten Brücken-Neubau
Itzehoe. Noch wenige Schritte, dann geht es 20 Meter in die Tiefe. Dort fließt die Stör, auf ihr schwimmt ein Ponton, der die Trümmer auffängt: Der Abriss der alten Störbrücke hat nun auch sichtbar begonnen. Seit gestern klafft das erste Loch in dem gut 40 Jahre alten Bauwerk.
Vor drei Wochen hatte Verkehrsminister Jost de Jager den offiziellen Startschuss für die nächste Etappe des Projekts gegeben, mit dem bis zum Sommer 2015 die Lücke in der Autobahn 23 geschlossen wird. Die Vorbereitungen für den Abbruch der Brücke liefen seit Oktober mit dem "Leichtern" der Strombrücke über der Stör: Asphalt wurde abgefräst, Planken, Geländer und die Kappen, die die Geländer tragen, wurden entfernt. Dasselbe widerfuhr den "Krag armen", den Verbreiterungen der Fahrbahnplatte nach links und rechts. Auch Hilfsstützen wurden errichtet.
Denn die Statik spielt eine entscheidende Rolle bei dem Vorhaben. Die Brücke wird in umgekehrter Reihenfolge des Baus abgerissen, deshalb lag der Startpunkt in der Mitte über der Stör. Dort wurde das Bauwerk mit einer Seilsäge durchtrennt, und dies dauerte von Ende vergangener Woche bis Mittwoch abend. "Das muss kontrolliert und sukzessive erfolgen", erläutert Kai-Uwe Schacht, Leiter der Itzehoer Niederlassung des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr (LBV). Aus statischer Sicht sei dieser Schritt anspruchsvoll, Stahlbeton dürfe nicht schlagartig durchtrennt werden. Teils seien die Teile doch auseinander geschnellt, schildert Matthias Meyer, Ingenieur beim LBV. Die Erschütterung in der Brücke sei deutlich zu spüren gewesen.
Jeder Schritt wurde von einem Statiker der beauftragten Firma und einem Prüfstatiker des LBV begleitet. Sie beobachteten, ob die vorausberechneten Zustände auch eintraten. Denn je mehr die Brücke durchtrennt werde, desto mehr biege sie sich durch, so Schacht. Am Ende machte sie sich mit einer Verformung von 15 Zentimetern besser als erwartet.
Noch in der Nacht zu gestern begann der eigentliche Abbruch. Ein Bagger steht sechs Meter entfernt von der Kante und "knabbert" das Loch nach und nach in Vier-Meter-Abschnitten größer, der Schutt fällt in eine Schute auf der Stör. Wenn ein bestimmter Punkt erreicht ist, wird das Gelenk entfernt, das die Strom- mit der Vorlandbrücke verbindet. Dann gehen die Arbeiten so weiter, dass das verbliebene Teil immer im Gleichgewicht ist, danach ist die andere Seite der Strombrücke an der Reihe. Teilweise ist die Stör dafür gesperrt.
Anschließend werden die Vorlandbrücken-Nord und -Süd abgerissen. Insgesamt geht es um 46 000 Tonnen Beton oder rund 1900 Lkw-Ladungen. Dazu gehören auch die Pfeiler, die bis in eine Tiefe von etwa 2,50 Metern entfernt werden. Die Tiefgründung bleibt, kann aber für die neue Brücke nicht wieder verwendet werden: Die Last ist höher, die Stützweite passt nicht.
Im kommenden Juli soll die Stör brücke verschwunden sein. Parallel zum Abriss soll der Neubau auf der Nordseite bereits im Frühjahr beginnen.
'Jetzt wird abgerissen' - Ihr Anzeiger (Itzehoe) vom 02.12.2011
URL: http://www.ihranzeiger.de/lokales/lokale-redaktion/news-anzeigen/artikel/jetzt-wird-abgerissen.html
Ihr Anzeiger (Itzehoe) vom 02.12.2011

Mit den Abrissarbeiten an der alten Störbrücke wurde nun begonnen. Foto: Schulz
Jetzt wird abgerissen
Ausbau der A 23 zwischen Itzehoe Nord und Itzehoe Süd geht weiter
ITZEHOE (us) – Knapp anderthalb Jahre nach Einweihung der neuen Störbrücke bei Itzehoe, über die der A-23-Verkehr derzeit in zwei Richtungen geführt wird, wurden nun die Weichen zur endgültigen Beseitigung des Nadelöhrs gestellt. Verkehrsminister Jost de Jager gab am Donnerstag den offiziellen Startschuss für die Abrissarbeiten an der 45 Jahre alten ehemaligen Störbrücke. »Damit schaffen wir Platz und die Voraussetzung für den Neubau einer zweiten Brücke – der Zwillingsschwester der im Juni letzten Jahres eingeweihten Brücke«, sagte de Jager. Die Fertigstellung des rund 140 Millionen Euro teuren Gesamtprojekts ist für 2015 vorgesehen. »Dann wird endlich nicht nur unsere Westküste verkehrsgerecht angebunden sein, sondern für tausende von Autofahrern hat eine langwierige Geduldsprobe endlich ein Ende«, so der Minister. Laut Kai-Uwe Schacht, Leiter der Itzehoer Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV-SH), ist mit den vorbereitenden Arbeiten für den Abbruch wie beispielsweise dem so genannten Leichtern der alten Brücke oder dem Bau von Hilfsstützen bereits im Oktober begonnen worden. »Weil wir eine Sprengung der Brücke aus Sicherheitsgründen verworfen haben, werden wir die alte Brücke mit Baggern und modernster Hydraulik-Technik abreißen und den Schutt mit Schuten und Pontons über die Stör abtransportieren.« Der Abbruch des Brückenmittelteils erfordere eine Sperrung des Schiffsverkehrs auf der Stör bis Ende November sowie eine zweiwöchige Sperrung im Dezember. Der Autoverkehr über die neue Störbrücke hingegen rollt ungehindert weiter.Das Gesamtvolumen für den Abriss der alten Störbrücke und den Neubau der 2. Störbrücke umfasst rund 39 Millionen Euro.
Abgerissen wurde am letzten Wochenende auch die alte Brücke über den Kamper Weg. Auch dort wird eine zweite neue gebaut.
'Abschied von der Brücke' - N3: Schleswig-Holstein Magazin vom 01.12.2011
Im Schleswig-Holstein Magazin auf N3 (NDR) erschien am 01.12.2011 folgender interessanter Filmbeitrag über den Abriss der alten Störbrücke von 1967:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/s-h_magazin/media/shmag12971.html
'Bagger zerstören störende Störbrücke' - NDR.de Regional vom 01.12.2011
URL: http://www.ndr.de/regional/schleswig-holstein/stoerbruecke115.html
NDR.de - Regional - Schleswig-Holstein vom 01.12.2011
Stand: 01.12.2011 14:06 Uhr
Bagger zerstören störende Störbrücke
von Carsten Rauterberg
Spezialfirmen haben am Donnerstag mit dem Abbruch der alten Störbrücke bei Itzehoe (Kreis Steinburg) begonnen. Das 44 Jahre alte Bauwerk macht Platz für eine neue Brücke über den Fluss. Damit soll das Nadelöhr im Verlauf der Autobahn 23 zwischen Heide und Hamburg beseitigt werden. Der vierspurige Ausbau und damit der Lückenschluss bei Itzehoe ist nach Angaben von Verkehrsminister Jost de Jager (CDU) eines der wichtigsten Verkehrsprojekte Schleswig-Holsteins.

Die alte Störbrücke bei Itzehoe wird seit Donnerstag abgerissen.

Zahlreiche Mitarbeiter und spezielle Technik werden für den Abriss benötigt.

Die Bagger beginnen mit Beißzangen, die Brückenteile abzuknabbern.

Die 44 Jahre alte Brücke wird auf konventionelle Weise abgebaut und nicht gesprengt.

Bei den Arbeiten ist Präzision gefragt, denn...

... die abgerissenen Teile werden auf spezielle Schwimm-Pontons über die Stör geworfen.

Anschließend werden diese über befahrbare Planken transportiert.

Insgesamt müssen 50.000 Tonnen Beton entsorgt werden.

So soll der Verkehr ab 2015 über die neue Störbrücke fließen. (Computersimulation)
Schiffsverkehr komplett gesperrt
Seit Wochen hatten Bauarbeiter auf der alten Störbrücke den Abriss vorbereitet. Die Männer entfernten Geländer, Leitplanken und Schilder und frästen die Fahrbahndecke ab. Donnerstagmittag begannen Bagger mit Beißzangen dann, die Brückenteile "abzuknabbern". Wenn sie sich gelöst haben, werden sie von der Brücke geworfen - auf spezielle Schwimm-Pontons in der Stör. Über befahrbare Planken werden die Betonplatten abtransportiert. Die Uferböschungen sind mit Fangzäunen gesichert, falls doch einige Betonteile daneben fallen sollten. Die Stör ist wegen der Bauarbeiten vorerst komplett für den Schiffsverkehr worden.
Zehntausende Tonnen Beton
Die alte 1,2 Kilometer lange Störbrücke war 1967 im Zuge der Itzehoer Ortsumgehung gebaut worden. Jetzt sind die im Inneren gespannten Stahlseile der Brücke verrostet, eine Sanierung war wegen konstruktiver und statischer Mängel nicht machbar.

Gut 50.000 Tonnen Beton müssen abgerissen werden, unter anderem mit solchen Baggern.
Beim Abbruch müssen die Arbeiter insgesamt 50.000 Tonnen Beton abreißen. Das entspricht rund 2.000 Lkw-Ladungen. Erst wenn die alte Störbrücke komplett abgerissen und die Betonteile abtransportiert sind, kann der Neubau beginnen - voraussichtlich im Sommer 2012. In der kommenden Woche wird ein Teilstück des Gesamtprojektes neue Störbrücke für den Verkehr freigegeben. Der 1,5 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Itzehoe-Mitte und Itzehoe-Nord in Richtung Heide ist fertiggestellt. Zur Freigabe werden am Mittwoch Verkehrsminister de Jager und Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) aus dem Bundesverkehrsministerium erwartet.
Fertigstellung 2015 geplant
Durch die dreispurige Verkehrsführung war es vor allem zu Ferienzeiten immer wieder zu Verkehrsbehinderungen und Staus auf der A 23 bei Itzehoe gekommen. Bei Unfällen auf der Brücke musste der gesamte Verkehr durch die Itzehoer Innenstadt umgeleitet werden. Das soll künftig der Vergangenheit angehören. Der Bau einer neuen 15 Meter breiten Störbrücke soll im Jahr 2015 abgeschlossen werden. Der Bund übernimmt die Gesamtkosten von rund 140 Millionen Euro.