„FEM Brücken Marathons“ – Projektübersicht [Update 15]

Nachfolgend biete ich eine Übersicht über die bereits veranstalteten und die schon ausgeschriebenen bzw. noch geplanten „FEM Brücken Marathons“-Projekte:

BM # 001 (auch LPM # 004) – 24.10.2010Wesel: Marathon auf der alten Rheinbrücke von 1953 (B58) – Pendelstrecke, 44mal H/R auf der Strombrücke, die nach Inbetriebnahme der neuen Brücke von 2009 nun ausgedient hat  – 7-12 °C, Westwind, wechselhaft mit überwiegend Sonne und einem 10-Minuten-Schauer – 34 Anmeldungen – 34 Finisher (31 M + 3 W) – Sieger: Werner Kamps, Hamminkeln, 3.03.07 h (ewiger CR);  Marion Fladda, Dortmund, 4.34.32 h (ewiger CR) – definitiv einmaliger Lauf, da die Brücke 2011/2012 abgerissen wurde!!!

BM # 002 (auch LPM # 005) – 05.02.2011Itzehoe: Marathon auf der alten Störbrücke von 1967 (B5) – Pendelstrecke, 20mal H/R auf der alten Störbrücke, die danach einem Brückenneubau für die A23 weichen muss  – 9 °C, fast durchgehend Nieselregen, Starkwind bzw. Orkan um Windstärke 9-10, in Böen bis 11 – 31 Anmeldungen – 22 Finisher (18 M + 4 W / 3 DEN + 19 GER) – 8 DNS – 1 DNF – Sieger: Thorsten Stohldreier, Marsberg/Hamburg, 3.22.05 h (ewiger CR); Janne Henriksen Andersen, Kolding (DEN), 4.09.22 h (ewiger CR) – definitiv einmaliger Lauf, da die Brücke 2012 abgerissen wurde!!!

BM # 00322.04.2012Hamburg: Marathon auf der Freihafenelbbrücke (über die Norderelbe) von 1926 – Pendelstrecke auf dem separaten Fuß-/Fahrradweg, 50mal H/R = 42,800 km – ca. 12 °C, wechselhaft mit Wind aus wechselnden Richtungen, Sonne und zuletzt Regen – 4 Anmeldungen – 4 Finisher (3 M + 1 W) – Sieger: Ole Sporleder, Hamburg, 3.49.45 h (CR);  Christine Schroeder, Hamburg, 5.43.37 h (CR) – Ausschreibung über: http://bruecken-marathons.myblog.de/bruecken-marathons/art/7572779/BM-003-Hamburg-Marathon-auf-der-Freihafenelbbrucke-von-1926-am-22-04-2012-Ausschreibung; Ergebnislisten im pdf-Format: http://my1.raceresult.com/details/index.php?eventid=10250&lang=de 

Geplante Brücken-Marathons:

BM # 004 (auch NPM # 003) – Termin eventuell am 09.08.2013Hamburg, HafenCity: Marathon auf der Baakenhafenbrücke West von 2013  – in Vorbereitung

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'Warum in NRW die Brücken bröckeln' - RP Online vom 20.02.2013

URL: http://www.rp-online.de/regionales/regionale-nachrichten/warum-in-nrw-die-bruecken-broeckeln-1.3206754

Analyse

Warum in NRW die Brücken bröckeln

VON KLAUS PETER KÜHN UND GERHARD VOOGT - zuletzt aktualisiert: 20.02.2013 - 07:32

Düsseldorf (RP). In NRW werden in diesem Jahr noch 80 Autobahnbrücken auf ihre Standfestigkeit überprüft. Experten gehen davon aus, dass es an der A 4, A 45 und A46 zu Sperrungen kommt. Auch die Bahnbrücken geraten jetzt ins Visier.

Fritz Guckuk ist seit 35 Jahren Chef des Speditionsunternehmens Guckuk-Logistik in Köln. Er disponiert 15 Sattelschlepper, die Gefahrgut, Baustoffe und Lebensmittel transportieren. "Wegen der neuen Situation wird das Geschäft für uns immer schwieriger", erklärt der 54-Jährige. "Was die Infrastruktur betrifft, ist NRW mittlerweile zu einem Entwicklungsland geworden", schimpft Guckuk.

Die "neue Situation" – damit meint der Geschäftsführer die Behinderungen für den Schwerlastverkehr im Raum Köln. Nach der Sperrung der Rheinbrücke an der A 1 bei Leverkusen für Lastwagen trat NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) am Montag mit der nächsten Hiobsbotschaft vor die Presse. Jetzt müssen die Autofahrer auch auf der Umleitungsstrecke mit langen Staus rechnen.

Standfestigkeit von 80 Brücken wird nachberechnet

Ingenieure hatten festgestellt, dass die Brücke des Autobahnkreuzes Leverkusen umgehend repariert werden muss. Während der Sanierungsarbeiten ist dort nur Tempo 60 erlaubt, die Fahrspuren werden verengt. "Ich kann schon jetzt darauf hinweisen, dass wir wahrscheinlich in Bälde weitere Autobahnbrücken in NRW reparieren oder teilsperren müssen", sagte Groschek. In diesem Jahr soll die Standfestigkeit von 80 Brücken nachberechnet werden.

Schon jetzt ist klar, dass allein an der Sauerlandlinie (A 45) 79 Autobahnbrücke saniert werden müssen. Verkehrsexperten im Düsseldorfer Landtag gegen davon aus, dass auch die A 4 und die A 46 betroffen sind. Der Landesbetrieb Straßen NRW hat 375 Brücken aufgelistet, die unter Verdacht stehen, nicht mehr dem technischen Standard zu entsprechen.

Die Ursachen für das Dilemma sind vielschichtig. Nachvollziehbar erscheint, dass die Ingenieure in den 50er Jahren die Verkehrsexplosion der kommenden Jahrzehnte nicht vorhersehen konnten. Das Güterverkehrsaufkommen hat sich seit 1980 mehr als verdoppelt. Die Lastwagen sind überdies ständig schwerer geworden. 1956 lag das zulässige Höchstgewicht bei 24 Tonnen – mittlerweile sind 44 Tonnen erlaubt. Bis 2050 soll das Güteraufkommen auf den deutschen Straßen von derzeit 3,7 Milliarden Tonnen auf 5,5 Milliarden Tonnen ansteigen. "Immer mehr Menschen kaufen Waren im Internet", sagt Verkehrsminister Groschek. "Jede Bestellung bei Zalando und Amazon erhöht das Verkehrsaufkommen."

Neben der erhöhten Belastung tragen auch Baumängel und lückenhafte Berechnungen zu der Misere bei. In einem Fachbeitrag zur "Ertüchtigung der Brücken in NRW" heißt es, früher seien "Stahlsorten mit spezifischen Schwächen verwendet worden, die heute längst vom Markt verschwunden sind". Vor allem die Großbrücken der Baujahre vor 1980 sind betroffen. "Ältere Spannstahlsorten können durch Spannungsrisskorrosion gefährdet sein", heißt es in dem Bericht. Zu geringe Bauteilabmessungen führten ebenfalls zu "konstruktiven Defiziten". Auch Auswirkungen wie Temperaturschwankungen und Klima-Einflüsse wurden offenbar nicht hinreichend berücksichtigt.

Land der maroden Brücken

NRW – das Land der maroden Brücken. Denn Verkehrsminister Groschek befürchtet, dass auch der Bahnverkehr schon bald durch Reparaturarbeiten betroffen ist. "Immerhin sind viele Bahnbrücken mehr als 100 Jahre alt", warnt der Minister. Sperrungen könnten auch hier massive Auswirkungen für den Passagier- und Güterverkehr zeitigen.

Die Müngstener Brücke zwischen Solingen und Remscheid ist das prominenteste Beispiel der sanierungsbedürftigen Eisenbahnbrücken in NRW. Vor knapp drei Jahren musste die Geschwindigkeit auf der aus dem Jahr 1897 stammenden Brücke wegen Schäden an den Lagern auf zehn km/h reduziert werden. Güterzüge durften überhaupt nicht mehr über die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands rollen. Nach Messfahrten zur Untersuchung der Statik musste die Wupper-Querung schließlich vollkommen stillgelegt werden. Mittlerweile ist sie für besonders leichte Personenzüge wieder freigegeben. Die Sanierungsarbeiten sollen 2016 abgeschlossen sein und 30 Millionen Euro kosten.

Die Sperrung der Bahnverbindung im Bergischen wirft ein Schlaglicht auf das drohende Szenario. Das Eisenbahnbundesamt hat im vergangenen Jahr im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums 256 Bahnbrücken untersucht und fand Mängel. Die Bahn versicherte eilig, dass in keinem Fall eine akute Gefährdung des Betriebs gegeben sei. Die verunsicherten Fahrgäste wurden vorerst beruhigt.

Auslöser war eine Forderung des Unternehmens, dass der Bund sich finanziell stärker an Investitionen in das Schienennetz beteiligen soll. Allein für die Sanierung von Brücken sollte der Bund vier Milliarden Euro zahlen. Das Verkehrsministerium zog aus der Sonderprüfung den für die Bahn wenig schmeichelhaften Schluss, das Unternehmen habe "massiv" weniger in die Brücken investiert als für die Substanz-erhaltung nötig gewesen wäre. Bilanztechnisch müsse man von "Werteverzehr" sprechen, sagt Lothar Ebbers vom Fahrgastverband Pro Bahn.

Die Zurückhaltung bei Investitionen in Instandhaltung und Ersatz schaffe besondere Probleme, weil bei den Eisenbahnbrücken "zwei Wecker gleichzeitig ticken". Die technische Lebensdauer von gleich zwei Brückengenerationen laufe nahezu gleichzeitig ab, warnt der gelernte Verkehrsplaner. Zum einen seien um das Jahr 1900 mit der damals neuen Stahlbautechnik eine große Zahl von Brücken errichtet worden, deren Baustoff jetzt mürbe werde. Zum anderen seien nach dem Krieg sehr viele Brücken eilig mit nicht sehr hochwertigen Stählen wiederaufgebaut worden – auch deren Zeit neige sich jetzt dem Ende zu.

620.000 Euro im Jahr

Die Folgekosten des Brücken-Notstands sind schon heute enorm. Solange die Güterzüge noch weitgehend unbehindert rollen, treffen die wirtschaftlichen Schäden vorerst den Straßenverkehr. Ulrich Soénius, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Köln, hat berechnet, dass den Spediteuren wegen der Umwegkilometer pro Tag und Lkw rund 1700 Euro an Zusatzkosten entstehen, das sind mehr als 620.000 Euro im Jahr. "Dieser Wert wird steigen", ist sich Soénius sicher.

Der frühere Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt, Karl-Heinz Daehre, wird morgen im Verkehrsausschuss des Düsseldorfer Landtags die Ergebnisse der nach ihm benannten Kommission zur Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur vorstellen. Im April will sich die Verkehrsministerkonferenz in Flensburg mit den Vorschlägen der Experten beschäftigen. Dabei soll unter anderem die Ausweitung der Lkw-Maut auf Landstraßen und die Einführung einer Vignette für Pkw diskutiert werden.

28.6.13 01:31, kommentieren

Hamburg – Baakenhafenbrücke – 'Auf zu neuen Ufern! Bürgerfest am 10. & 11.08.2013' – HafenCity GmbH

URL: http://www.hafencity.com/upload/files/listitems/130618B_PM_Aufzuneuen_Ufern.pdf

HafenCity, 10. & 11. August 2013

„Auf zu neuen Ufern!“ Bürgerfest im Baakenhafen

Am 10. und 11. August 2013 wird mit der feierlichen Eröffnung der neuen Brücke über den Baakenhafen das Bauprojekt Quartier Baakenhafen vorgestellt. Unter dem Motto „Auf zu neuen Ufern!“ sind alle Hamburgerinnen und Hamburger eingeladen, die Brücke erstmalig zu begehen und auf einem Aktions- und Info-Wochenende schon vor dem ersten Spatenstich eine Vorstellung vom neuen Quartier zu gewinnen. Das Quartier Baakenhafen wird ein besonders urbanes Stadtquartier vor allem für Familien mit ca. 1800 Wohneinheiten, Geschäften, Büros und Freizeitanlagen. Bis 2020 wird dieser neue Bauabschnitt der HafenCity bis auf Einzelvorhaben im Nordosten fertig gestellt sein.

Die Besucher erwartet eine Entdeckungsreise mit vielen Angeboten und Spaß gerade für Familien und Kinder. Interessierte Gäste lernen das Gelände mit spielerischen Mitmachaktionen, neuen Ausblicken, Informationen und Führungen rund um das Bauvorhaben und das Leben im neuen Quartier kennen. Talk-Runden, ein musikalisches Rahmenprogramm sowie Kunstaktionen hauchen diesem neuen Quartier der HafenCity am Fest-Wochenende Leben ein.

VERANSTALTUNGSZEITEN

Eröffnung der Brücke : Samstag, 14 Uhr

Sa., 10. August, 14 - 20 Uhr
So., 11. August, 11 - 18 Uhr
EINTRITT FREI

HafenCity Hamburg GmbH
Susanne Bühler, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Pressemitteilung vom 21.06.2013

25.6.13 00:27, kommentieren

BM # 001 – Wesel – Abriss der alten Rheinbrücke geht in die zweite Phase' – RP Online vom 14.03.2013

URL: http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/wesel/nachrichten/abriss-der-alten-rheinbruecke-geht-jetzt-in-die-zweite-phase-1.3255145

Wesel

Abriss der alten Rheinbrücke geht jetzt in die zweite Phase

VON FRITZ SCHUBERT - zuletzt aktualisiert: 14.03.2013

Wesel (RP). Am Montag werden die Mitarbeiter der Firma Jaeger Umwelt (Bernburg) aus der Winterpause in Wesel zurückerwartet. Damit beginnt für Straßen NRW die zweite Phase beim Abriss der alten Rheinbrücke. Laut Franz-Josef Scheuer vom Landesbetrieb werden wohl vier Wochen vergehen, bis auf der linken Rheinseite die Gerüsttürme stehen, die schon am Weseler Ufer eingesetzt worden waren.

Wie mehrfach berichtet, soll auch die verbliebene Brückenhälfte an Land gezogen werden. Und zwar fast komplett auf die Vorlandbrücke. Lediglich ein 12,50 Meter langes Teilstück soll vom Schiff aus demontiert werden. Für diese Aktion müsse die Schifffahrt aber nicht gesperrt werden. Die Abrissarbeiten der Resthälfte dürften weniger spektakulär werden als der erste Akt, bei dem ein Schwimmponton mit Gerüst als Hilfsstütze diente.

Wenn alles gut läuft, so Ingenieur Scheuer, soll in diesem Jahr auch die Demontage der im Fluss stehenden beiden Pfeiler beginnen. Der am rechten Ufer stehende Pfeiler hat dabei Priorität, weil er die Schifffahrt am meisten beeinträchtigt.

Das Baubüro nahe Fort Blücher bei Büderich gibt Straßen NRW in diesen Tagen übrigens auf. "Zu teuer", sagt Scheuer. Die Projektgruppe zieht in die Niederlassung des Landesbetriebs an der Schillstraße um.

28.6.13 01:24, kommentieren

BM # 001 – Wesel – 'Die Brücke liegt am trockenen Ufer' – RP Online vom 08.09.2012

URL: http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/wesel/nachrichten/die-bruecke-liegt-am-trockenen-ufer-1.2985705

Kreis Wesel

Die Brücke liegt am trockenen Ufer

VON FRITZ SCHUBERT - zuletzt aktualisiert: 08.09.2012

Kreis Wesel (RP). Im Projekt zum Abriss der alten Weseler Rheinbrücke ist die schwierigste Phase geschafft. Ein Schwimmponton hat die wichtigste Hälfte an Land gedrückt, wo sie demontiert wird. Die Berufsschifffahrt musste die Baustelle langsam passieren, wurde aber nicht beeinträchtigt.

Von der in der Mitte geteilten alten Weseler Rheinbrücke ist die rechtsrheinische Hälfte mit einem Schwimmponton ans Ufer geschoben worden. Die bisher noch nie probierte Methode hat bestens geklappt. Foto: bosmann

Eine Rheinbrücke bauen zu dürfen, ist schon eine Seltenheit. Komplett abgerissen wurde bislang noch keine. Was stand, fiel Kriegen zum Opfer. Mit dem Rückbau der alten Weseler Rheinbrücke hat der Landesbetrieb Straßen in jeder Beziehung Neuland betreten. Und zwar äußerst erfolgreich. Hunderte Zuschauer nahmen auch am Freitag wieder ihre Logenplätze auf der neuen Brücke ein, um die schwierigste Aktion des gesamten Projekts zu verfolgen: Ein Schwimmponton schob den immer noch knapp 100 Meter langen Rest der rechtsrheinischen Brückenhälfte ans Weseler Ufer. Hier liegt er nun auf einem Gerüst und wartet auf die weitere Demontage.

"Für Landratten ganz gut gemacht"

Franz-Josef Scheuer ist kein Mann, der den Tag vor dem Abend lobt. Aber der Projektleiter von Straßen NRW war schon Freitagnachmittag sehr zufrieden. "Wenn man bedenkt, dass wir Landratten sind, haben wir das, glaube ich, ganz gut gemacht", sagte der Ingenieur aus Aldekerk verschmitzt. Der Abriss ist das anspruchsvollste Vorhaben in seiner 32-jährigen Berufslaufbahn. Vor vier Jahren haben Scheuer und seine Kollegen begonnen, den Verschub der Brücke zu planen. Wichtigste Vorgabe: Die Berufsschifffahrt darf nicht beeinträchtigt werden. Donnerstag und Freitag war für die Schiffsführer an der Baustelle langsame Fahrt angesagt. Mehr aber auch nicht.

Die Schifffahrt wird besonders vom Abriss profitieren. Ein wesentlicher Grund für den Bau der neuen Niederrheinbrücke war, dass ihre Vorgängerin immer mehr zum Hindernis wurde. Im Rheinbogen vor Wesel, wo zudem Kanal- und Hafenausfahrten liegen, stören zwei im Strom stehende Brückenpfeiler die sichere Reise immer größer werdender Frachter und Schubverbände.

Die spektakuläre Aktion mit dem Ponton und seiner Stützkonstruktion für das 600-Tonnen-Bauteil war die Kür. Was folgt, ist noch jede Menge Pflicht. Am Montag geht ein Schwimmkran vor Anker. Mit ihm werden die Träger vom Pfeiler gehoben, die für das Verschieben unter die Brücke gelegt worden waren. Sie werden auf der linken Rheinseite erneut zum Einsatz kommen, wobei die Aussicht auf die dortige Arbeit die Verantwortlichen viel ruhiger schlafen lässt. Am Büdericher Ufer mit Überflutungsgelände ist mehr Platz. Schifffahrt kommt dem Projekt nicht in die Quere. Und als Gerüst fürs Auflegen der linksrheinischen Brückenhälfte wird unter anderem die alte B 58-Auffahrt dienen. Die wird nicht mehr gebraucht und kann ruhig ramponiert werden. 2013 wird dies angepackt.

Dann sind noch die zwei Pfeiler aus dem Fluss zu holen. Wie das genau vonstattengehen soll, weiß Franz-Josef Scheuer noch nicht. Für ihn stand Freitag im Vordergrund, die rechte Brückenhälfte sicher ans trockene Ufer zu bekommen und den Ponton wegzuschaffen. Außerdem galt es, die Baustelle abzusichern. Auf der Suche nach einem besonderen Standort ließen sich viele Hobbyfotografen mal wieder nicht von Flatterband abschrecken. Sie werden wiederkommen. Denn in den nächsten Jahren gibt's noch oft was zu sehen.

28.6.13 01:23, kommentieren

BM # 001 – Wesel – 'Alte Brücke schwimmt ans Ufer' – RP Online vom 07.09.2012

URL: http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/wesel/nachrichten/alte-bruecke-schwimmt-ans-ufer-1.2984163

Wesel

Alte Brücke schwimmt ans Ufer

VON FRITZ SCHUBERT - zuletzt aktualisiert: 07.09.2012 

Wesel (RP). Die alte Rheinbrücke weicht Stück für Stück. Schon gestern Nachmittag ging die rechtsrheinische Hälfte mit dem Schwimmponton als Stütze auf die Reise ans Ufer. Ein Strategiewechsel erwies sich dabei als sehr erfolgreich.

Geschafft: Bis zum Abend hatte der Brückenrest Pfeiler und Traggerüst deutlich hinter sich gelassen. Mit dem Abstand ist die Gefahr, bei Wellenschlag oder fallendem Wasserstand aufzuschlagen, gebannt. Foto: Bosmann, Jürgen

Die Nachricht, dass vielleicht gestern schon die schwierigste Phase des gesamten Abrissprojektes an der alten Rheinbrücke starten könnte, zeigte Wirkung. Zahlreiche Schaulustige rückten am Nachmittag an. Viele harrten gar bis zum Abend aus. Auch wenn es manchmal kaum wahrnehmbare Fortschritte war, wurden die Zaungäste am Ende belohnt. Bis zum Abend waren mit der rechtsrheinischen Hälfte satte 17 Meter Richtung Weseler Ufer geschafft. Der als Stütze fungierende Schwimmponton spielte dabei eine entscheidende Rolle. Dann nach einem Strategiewechsel wurde die Konstruktion zur treibenden Kraft.

Jetzt schiebt der Ponton

Anfangs hatte das Team von Straßen NRW und den beteiligten Firmen, das mit Aktion ingenieurtechnisches Neuland betritt, noch auf die Hydraulikpressen gesetzt. Die hatten beim bisherigen Verschub bekanntlich gute Dienste geleistet. Doch musste nach jedem Meter gestoppt werden, um Zugstangen nachzustellen. Das Bremsen machte der Ponton im Rhein nicht unmittelbar mit. Er schwamm nach, was besagte Stangen zu stauchen drohte. Fast eine Stunde stockte die Fahrt. Dann wurden die Pressen außer Dienst gestellt, der Ponton übernahm die Arbeit. Mit seinen mächtigen Winden zog er sich ans Ufer und drückte dabei das knapp 600 Tonnen schwere Bauteil auf das Gerüst mit der Verschubbahn. Das klappte laut Berthold Dünk von Straßen NRW so gut, dass mit dieser Methode heute weitergearbeitet wird.

Alles deutet darauf hin, dass die komplexe, zigmal durchgerechnete Aktion heute gelingt. Das Wetter passt bestens. Im Ponton ist noch genug Wasser zum Rauspumpen, um Höhenunterschiede bei fallendem Rheinpegel ausgleichen zu können. Was Schwankungen ausmachen können, erfuhren die Monteure auf dem Ponton gestern Morgen am eigenen Leibe. Ein Schuber hatte trotz des Gebots zur langsamen Fahrt eine Welle verursacht, die das Konstrukt gut 30 Zentimeter auf und ab tanzen ließ. Zum Glück hat sich niemand verletzt.

Zu möglichen Gefahren zählte auch der sorgsam einkalkulierte fallende Wasserstand. Die Verantwortlichen um Projektleiter Franz-Josef Scheuer (Straßen NRW) setzten alles daran, schnell genug Abstand des Brückenrestes vom Strompfeiler und vom dortigen Traggerüst zu erreichen. Diese Rechnung ist nun deutlich sichtbar aufgegangen. Das Schauspiel, gut abgesichert von Booten der Wasserschutzpolizei und des Wasser- und Schifffahrtsamtes, geht heute in den letzten Akt.

28.6.13 01:21, kommentieren

Hamburg – 'Die Baakenhafenbrücke wird eingehoben' – HafenCity GmbH vom 24.06.2013

URL: http://www.hafencity.com/de/news/die-baakenhafenbruecke-wird-eingehoben.html

Die Baakenhafenbrücke wird eingehoben

Foto zeigt Kran mit Bauteilen der Baakenhafenbrücke

Das erste Segment der Baakenhafenbrücke wird eingehoben. (© ELBE&FLUT)

In den kommenden Jahren entsteht rund um den Baakenhafen ein urbanes Wohn- und Freizeitquartier mit 1.800 zu einem Drittel sozial geförderten Wohnungen und ca. 5.000 Arbeitsplätzen, mit vielfältigen Sport- und Freizeiteinrichtungen, einer Grundschule, mit einer Spiel- und Freizeitinsel, großzügigen Uferpromenaden, Gastronomie und Hotels. Im Zentrum des Quartiers sind sechs im Wasser stehende Wohntürme, die so genannten „Wasserhäuser HafenCity“ vorgesehen. Am 10. und 11. August sind unter dem Motto „Auf zu neuen Ufern!“ alle Hamburgerinnen und Hamburger eingeladen, die Brücke erstmalig zu begehen und auf einem Aktions- und Info-Wochenende schon vor dem ersten Spatenstich eine Vorstellung vom Quartier Baakenhafen zu gewinnen.

"Der Einhub der Baakenhafenbrücke ist für uns ein großes Ereignis. Sie läutet den Sprung in die Entwicklung der östlichen HafenCity ein. Die elegante Gestaltung, hervorragende Aufenthaltsmöglichkeiten auch für Radfahrer und Fußgänger sowie höchste Nachhaltigkeitsstandards machen die Brücke zu einem eindrucksvollen und technisch äußerst innovativen Bauwerk", sagt Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH.

Das Einheben der Brücke in drei Teilen, das sich seit Sonntag, den 23. Juni, über mehrere Tage erstreckt, ist dabei selbst schon ein spektakuläres Manöver: Die Brücke wurde im Auftrag der HafenCity Hamburg GmbH in Belgien hergestellt und in drei Teilen auf Pontons über die Nordsee und die Elbe nach Hamburg transportiert. Für die Brückenmontage kommen extra drei Spezialkräne, so hoch wie Containerbrücken, nach Hamburg. Die Tragarme der Kräne können 1200 Tonnen heben. Das ist auch notwendig, denn die beiden äußeren Brückenteile wiegen rund 900 Tonnen, das mittlere Segment rund 500 Tonnen.

Die Baakenhafenbrücke wurde von dem Londoner Architekturbüro Wilkinson Eyre Architects zusammen mit dem Berliner Ingenieurbüro Happold entworfen. Zunächst zwei, später bis zu drei Fahrspuren sind für den Kraftverkehr vorgesehen. Auf beiden Seiten der Fahrbahn können auch Radfahrer die Brücke bequem überqueren. Die Fußwege liegen außen an den Hauptträgern und laden mit erweiterten Belvederes ein, die weite Aussicht auf die Elbe und die HafenCity zu genießen.

Aushebbares Mittelstück

Technisch gesehen wird mit der Brücke Neuland betreten: Das Mittelstück der Brücke ist aushebbar, so dass beispielsweise ein großes Museumsschiff weiterhin in den Baakenhafen gelangen kann. Dabei wird, genauso einfach wie genial, die Kraft der Tide genutzt. Bei Ebbe wird ein Hubponton unter der Brücke positioniert und an den Brückenpfeilern gesichert. Nachdem die Fahrbahnübergänge demontiert und alle Ver- und Entsorgungsleitungen entkoppelt sind, steigt mit der Flut der Ponton. Wenn eine Aushubhöhe von 2,5 Meter erreicht ist, manövrieren Schlepper den Ponton zur geplanten Parkposition. Das Schiff kann die Brücke passieren.

Auch in punkto Nachhaltigkeit wird bei der Baakenhafenbrücke Pionierarbeit geleistet. Sie ist eines von fünf Pilotbauwerken, an denen ein Gütesiegel für nachhaltige technische Ingenieursbauwerke entwickelt wird. Die Hauptkriterien sind dabei u.a. die Qualität der Bauausführung und die ökologische Qualität, das heißt die Wirkung auf die globale Ressourcenbeanspruchung über den gesamten Bauprozess. Aber auch so genannte soziokulturelle Faktoren wie zum Beispiel die Aufenthaltsqualität und die Nutzerzufriedenheit spielen eine erhebliche Rolle. Bei der Bewertung erhielt die Baakenhafenbrücke die Note "sehr gut".

Nach der Eröffnung der Baakenhafenbrücke mit dem Bürgerfest am 10. und 11. August wird die Brücke auch für den Verkehr geöffnet. Dann wird der Verkehr von und nach Süden über die Brücke umgeleitet und direkt am Flussufer bis zu den Elbbrücken geführt. Unterdessen wird die Versmannstraße auf einem hochwassergeschützten Niveau neu gebaut und die U4 bis in den Osten der HafenCity verlängert. Circa 2017 soll der Verkehr wieder über die neue Versmannstraße fließen.

HafenCity Hamburg GmbH
Quelle:
http://www.hafencity.com/de/news/die-baakenhafenbruecke-wird-eingehoben.html
Stand: 24.06.2013

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